Trockene Augen

Was sind trockene Augen?

Trockene Augen, auch als Sicca-Syndrom bekannt, beschreiben eine Beeinträchtigung der Tränenfilmfunktion und sind ein häufiges Gesundheitsproblem.

Grund dafür ist vor allem unser moderner Lebens- und Arbeitsstil, bei dem Bildschirme eine große Rolle spielen.

Normalerweise befeuchtet und schützt der Tränenfilm die Augenoberfläche, ermöglicht scharfes Sehen und hält Fremdkörper fern.

Bei trockenen Augen ist die Tränenproduktion gestört oder die Tränenflüssigkeit verdunstet zu schnell. Dies führt zu einer Reihe von unangenehmen Symptomen.

Frauen sind von trockenen Augen häufiger betroffen als Männer.

Ursachen

Bei trockenen Augen ist die Tränenproduktion gestört oder die Tränenflüssigkeit verdunstet zu schnell.

Eine der häufigsten Ursachen ist unsere moderne Arbeitsweise. Konzentriertes Arbeiten am Computer führt dazu, dass wir weniger blinzeln, wodurch der natürliche Verdunstungsschutz des Tränenfilms gestört wird und die Augen austrocknen. Für dieses Phänomen gibt es sogar einen eigenen Namen: das „Büroaugen-Syndrom". Aber nicht nur das Arbeiten, auch häufiges Ins-Handy-Schauen führt zu trockenen Augen.

Trockene Heizungsluft begünstigt dazu die erhöhte Verdunstung des Tränenfilms, deswegen treten die trockenen Augen vermehrt ab Herbst auf.

Mit zunehmendem Alter nimmt außerdem die Tränenproduktion ab.

Daneben gibt es noch andere Ursachen:

  • Trockene Augen treten auch als Symptom bei chronischen Erkrankungen auf, etwa bei Diabetes oder Neurodermitis.
  • Auch Medikamente wie Betablocker, Psychopharmaka oder Schlafmittel greifen in die Produktion des Tränenfilms ein und können trockene Augen verursachen.

Symptome

Trockene Augen können unangenehme und lästige Symptome haben, die häufig morgens auftreten.

Diese Symptome können einzeln oder gemeinsam vor:

  • Starker Juckreiz
  • Brennen
  • Gerötete Bindehaut
  • Fremdkörpergefühl (Sandkorn)
  • Verschwommenes Sehen

Auch stark tränende Augen können ein Symptom sein. Die Augen versuchen dann, durch mehr Tränenproduktion die schnelle Verdunstung auszugleichen. Wer schlecht sieht, wird auch schneller müde und unkonzentriert – eine unangenehme Begleiterscheinung von trockenen Augen.

Trockene Augen sollen keinesfalls ignoriert, sondern auf jeden Fall ernst genommen werden, denn in der Folge können die Augen weniger beweglich werden, die Hornhäute vernarben oder trübe werden. Das kann bis zur Erblindung führen.

Behandlung

Augentropfen werden häufig als Mittel der Wahl gegen trockene Augen verwendet.

Einfache Augentropfen erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke. Es gibt hier verschiedene Methoden: Manche ersetzen die Tränenflüssigkeit, andere legen sich wie ein Schutzmantel über die Tränenflüssigkeit und verhindern so ein vorzeitiges Verdunsten. Dadurch wird das Trockenheitsgefühl gelindert. Achten Sie darauf, ein Mittel ohne künstliche Konservierungsstoffe zu kaufen.

Ist die Erkrankung allerdings stark fortgeschritten, kann auch eine entzündungshemmende Behandlung notwendig sein, zum Beispiel mit Kortison-Tropfen. Die verordnet Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Vorbeugung
Einfache Maßnahmen können helfen, vor trockenen Augen zu schützen:

  • Ausreichend Schlaf
  • Auf die Klimaanlage verzichten, stattdessen das Fenster öffnen, auch beim Autofahren
  • Zugluft für das Auge vermeiden
  • Nicht rauchen, Passivrauch vermeiden
  • Viel Wasser trinken
  • Bei Bildschirmarbeit, beim Fernsehen und Lesen regelmäßig Pausen einlegen
Weitere Informationen:
www.einfachgesund.com