Was ist ein Prostatakarzinom?
Was ist ein Prostatakarzinom?
Die Prostata ist eine Drüse und produziert im Drüsengewebe ein spezielles Sekret, das für die Samenflüssigkeit wichtig ist und die Bewegung der Spermazellen stimuliert. Prostatakrebs bildet sich in vielen Fällen genau in diesem Drüsengewebe.
In Österreich erhalten jährlich etwa 5.000 Männer die Diagnose Prostatakrebs, das ist ein Viertel aller Tumorerkrankungen bei Männern. Vor dem 50. Lebensjahr tritt das Prostatakarzinom nur sehr selten auf. Etwa jeder 10. Mann erkrankt daran.
Ursachen
- Das Alter: Ab dem 50. Lebensjahr steigt die Häufigkeit von Prostatakrebs. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 70 Jahren.
- Die Vererbung: Wenn schon Großvater, Vater oder Bruder an einem Prostatakarzinom litten, ist das Risiko groß, auch selbst daran zu erkranken.
- Die Ernährung: Kalorien- und fettreiche Kost – viel Fleisch also – erhöht das Risiko. Lebensmittel, die reich an Ballaststoffen sind, wie Gemüse oder Getreide, können die Prostata schützen.
Problematisch wird es, wenn der Tumor über die Prostata hinaus wächst und die Nachbarorgane angreift. Auch auf die Knochen kann der Krebs sich ausweiten.
Symptome
Erst, wenn der Tumor so groß ist, dass er auf die Harnröhre drückt, treten Schmerzen beim Wasserlassen auf.
Mögliche Anzeichen für eine Prostataerkrankung können sein:
- Schmerzen beim Wasserlassen
- Blut im Urin
- Erektionsstörungen
Aber auch allgemeine Symptome wie Fieber, dauernde Müdigkeit oder ungewollte Gewichtsabnahme können auf ein Prostatakarzinom hinweisen.
Nicht immer sind Probleme beim Wasserlassen auf Krebs zurückzuführen. Oftmals ist die Prostata nur vergrößert.
Vorsorge
Der Prostatakrebs ist ein langsam wachsender Tumor, wird er früh erkannt, gibt es gute Heilungserfolge mit einer Überlebens-Chance für den Patienten von 80 Prozent. Der Tumor kann auch ohne Beschwerden wachsen.
Bei der Untersuchung tastet der Arzt die Prostata ab. Er kann auch das sogenannte PSA im Blut messen. Dies ist ein Antigen, kommt es vermehrt im Blut vor, kann das ein Zeichen für Prostatakrebs sein.
Wird ein Karzinom festgestellt, gibt es mehrere Möglichkeiten der Therapie: Bestrahlung, Chemotherapie oder Operation, Hormontherapie oder kontrolliertes Beobachten, ob der Tumor überhaupt weiter wächst.
Welche Therapie für Sie in Frage kommt, hängt zumeist vom Stadium der Krankheit ab.
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