Eosinophile Ösophagitis (EoE) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, die zu Problemen oder Schmerzen beim Schlucken führt.
EoE ist eine seltene Erkrankung, in den vergangenen 20 Jahren wurde sie jedoch zunehmend häufiger festgestellt. Das liegt einerseits an einer verbesserten Diagnose, andererseits an einer echten Zunahme der Krankheit.
Von 3.000 Menschen leidet circa einer an EoE. Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten, der typische Patient ist jedoch meist zwischen 30 und 50 Jahre alt. Männer sind 2-3-mal häufiger betroffen als Frauen.
Weil die Krankheit sehr unangenehm sein kann, helfen sich EoE-Betroffene oft damit, dass sie bestimmte Lebensmittel oder Restaurantbesuche vermeiden, nur sehr kleine Bissen zu sich nehmen und häufig Nachtrinken, um die Schluckbeschwerden zu mindern.
Sie wollen mehr wissen? Hier finden Sie zusätzliche Informationen zum Thema Eosinophile Ösophagitis:
- Einen Überblick zur EoE gibt es auf das-ist-eoe.at
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Ursachen
Die Ursachen der EoE sind nicht vollständig bekannt. Es wird vermutet, dass Allergieauslöser hinter der Erkrankung stehen.
Als Verbindung zum Magen kommt die Speiseröhre mit allen Lebensmitteln in Kontakt, die wir zu uns nehmen. Deswegen besteht der Verdacht, dass bestimmte Nahrungsbestandteile die Entzündung der Speiseröhre hervorrufen. Das können zum Beispiel Milchprodukte, Weizen, Soja, Eier, Nüsse, Fisch und Meeresfrüchte sein.
Die Entzündung der Speiseröhre ist der von Asthma-Betroffenen sehr ähnlich. Forscher vermuten daher, dass auch Stoffe in der Luft und Umweltallergene im Allgemeinen EoE auslösen könnten.
Darüber hinaus leiden EoE-Patienten auch häufig an allergischen Erkrankungen wie allergischem Schnupfen oder Ausschlägen und Nahrungsmittelallergien im Allgemeinen.
Ebenfalls eine Rolle spielen dürfte eine Mutation eines Genes sowie Vererbung, da in manchen Familien die Krankheit häufiger vorkommt.
Symptome*
Probleme oder Schmerzen beim Schlucken sind die häufigsten Anzeichen für EoE.
Essen, trinken oder das Einnehmen von Tabletten kann für EoE-Patienten sehr anstrengend sein.
- Probleme oder Schmerzen beim Schlucken
- Steckenbleiben von Nahrungsbissen
- Probleme beim Essen fester, trockener Speisen (z. B. Fleisch, trockener Reis)
- Häufiges Husten beim Essen
- Würgereiz
- Gewichtsverlust
- Schmerzen in der Brust
- Sodbrennen
- Erbrechen
Ein Arzt kann die Diagnose mittels Endoskopie und Gewebeprobe sicherstellen.
Behandlung
Eosinophile Ösophagitis ist derzeit nicht heilbar. Es gibt jedoch Therapien, die das Voranschreiten verlangsamen und die Beschwerden lindern können.
EoE kann mit unterschiedlichen Medikamenten behandelt werden. Dazu zählen primär lokal wirksames Kortison und seit einiger Zeit auch Biologika. Diese Therapien müssen dauerhaft angewendet werden, weil es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Beobachten Sie Ihre Symptome und nehmen Sie regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahr!
Wenn EoE-bedingte Entzündungen über Jahre bestehen, kann es zu starken Verengungen der Speiseröhre kommen. In solchen Fällen kann die verengte Stelle bei einer Spiegelung der Speiseröhre unter Betäubung kurzfristig geweitet werden.
Wichtig: Je früher die Krankheit erkannt und richtig behandelt wird, umso besser ist die Prognose der Erkrankung.